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Vom Loslassen ins Vertrauen


Worum geht es beim Thema Loslassen?


Wenn wir vom Loslassen sprechen, dann können damit viele Dinge gemeint sein, wie zum Beispiel:


● Dinge, die wir schon lange nicht mehr benutzen, die aber unsere Wohnung und unsere Energie verstopfen

● verletzte Gefühle, Enttäuschungen oder andere schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit

● Schuldgefühle

● Verhaltensmuster, die uns schädigen

● einen Job, der uns krank macht

● den früheren Partner

● die Kinder, die bereits ihre eigenen Wege gehen

● eine verstorbene Person.


Wenn wir solche und ähnlich belastende Dinge, Situationen und Personen nicht loslassen können, verharren wir dauerhaft in der Vergangenheit, was zur Folge haben kann, dass unser Körper darauf reagiert: Die Belastungen können so groß werden, dass Krankheitssymptome wie Schmerzen, Magenbeschwerden, Angstzustände,

Schlafstörungen oder Depressionen hinzukommen.


Aber so weit brauch es nicht kommen. Wir haben die Möglichkeit, loszulassen.


"Wenn Du etwas loslässt, bist Du etwas glücklicher. Wenn Du viel loslässt, bist Du viel glücklicher. Wenn Du ganz loslässt, bist Du frei." (Ajahn Chah)

Warum fällt uns Loslassen oft so schwer?


Oftmals wissen wir bereits, was in unserem Leben besser losgelassen werden sollte, egal ob es Dinge, Gedanken oder bestimmte Beziehungen sind. Dennoch finden wir häufig Gegenargumente - schließlich haben wir bereits viel (Zeit, Geld, Energie) investiert. Gleichzeitig mischt sich die Angst vor Verlust, Einsamkeit oder Ungewissheit dazu. Aber vor allem halten wir uns mit Ausreden auf, die uns davon abhalten, wichtige Schritte zu gehen.


Was kann dich dabei unterstützen endlich loszulassen?


1. Was bist du dir selbst wert?

Es gibt Situationen, Jobs oder Beziehungen, die halten wir aus, weil wir denken, dass etwas Besseres nicht kommen wird. Damit halten wir uns klein und verkaufen uns weit unter unserem Wert. Verzichte auf „Was wäre gewesen, wenn…“- Gedankenspiele, denn sie halten dich nur noch enger in Verbindung mit dem, was du

eigentlich loslassen willst. Wir hängen damit an einer Illusion und verstricken uns in Grübeleien, die nicht der Realität entsprechen. Setze dich mit dem auseinander, was nun wirklich ist. Und damit kommen wir auch schon zum nächsten Punkt.


2. Erlaube dir zu trauern

Trauer hat viele Gesichter und ist eine wichtige Emotion, wenn es darum geht, sich von etwas oder jemanden zu verabschieden. Das Auflösen einer Beziehung, die Kündigung eines Jobs - all das sind Veränderung unserer Lebensumstände, sie erfordern Mut und Vertrauen und können eben auch schmerzhaft sein. Erlaubt dir die Trauer mit all ihren Aspekten. Wenn du sie auslebst, ohne darin völlig unterzutauchen, wird dir der Abschied viel leichter fallen.


3. Tausche dich aus

Jeder Mensch erlebt Momente der Trauer, des Verlustes, der Angst. Diese Gefühle gehören genauso zum Leben, wie die glücklichen. Dabei hilft es, sich selbst bewusst zu machen, dass andere Menschen auch schon Ähnliches erlebt haben. Wie ist es ihnen gelungen, mit Verlusten umzugehen und endlich loszulassen? Frage die Menschen, denen du vertraust oder die dir sympathisch sind, nach ihren Erfahrungen. Genauso können Bücher oder Reportagen, die sich um dein Thema drehen, sehr hilfreich sein, um neue Wege zu finden.


4. Ortswechsel = Perspektivenwechsel

Je tiefer wir in einer Situation stecken, umso schwieriger fällt uns in der Regel das Loslassen. Eine Auszeit, ein Ortswechsel kann sehr hilfreich sein, um in Ruhe nachzudenken, Distanz zu gewinnen und die nächsten Schritte zu planen. Setze dir eine Zeit, in der du frei darüber sinnieren und deine Gedanken zulassen kannst, ohne dich dabei unter Druck zu setzen.


5. Gib' dir Zeit

Loslassen ist ein Prozess, der Zeit braucht und verschiedene Phasen durchlaufen kann. Meistens kommt ein Thema immer wieder auf uns zu, bevor wir wirklich dazu bereit sind, uns damit auseinander zu setzen. Das Wichtigste ist dabei, Geduld mit dir selbst zu haben und dir mitfühlend zu begegnen. Entwicklungsprozesse brauchen nun einmal ihre Zeit. Und jeder kleine Schritt bringt dich dem Loslassen etwas näher.


6. Loslassen vs. aufgeben

Manchmal kann es sein, dass uns Loslassen wie Aufgeben vorkommt. Als würden wir uns unser eigenes Versagen eingestehen. Tatsächlich ist es aber umgekehrt: Loslassen zeigt wahre Stärke. Du erkennst, dass dir etwas nicht mehr gut tut, dich sogar belastet oder hindert, dein eigenes Leben zu führen. Auf deine innere Stimme zu hören und ihr zu folgen, zeugt von Selbstliebe und Authentizität. Sei mutig und vertraue in dich und deine innere Weisheit.

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