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Entspannt und glücklich ins Jahr starten

Aktualisiert: 20. Feb 2019

Wie du dir entspannt Ziele setzen kannst - nicht nur am Jahresanfang.


Anfang des Jahres ist es wieder soweit. Wir setzen uns fleißig Vorsätze, nehmen uns vor, welche Angewohnheiten wir künftig lieber lassen möchten und überlegen uns, was wir stattdessen gerne in unserem Leben hätten. Kurz nach Neujahr teilen wir dann unsere Vorsätze mit unserer Umwelt und scheinen erst einmal topmotiviert. Wer sich schon einmal Vorsätze gesetzt hat, weiß wahrscheinlich auch, wie schnell diese wieder über Bord geworfen werden. Irgendwann kippt es, meistens schneller als uns lieb ist, und wir machen weiter wie gewohnt und ärgern uns gleichzeitig darüber, dass wir wieder mal nicht durchgehalten haben. In Sachen Selbstliebe tun wir uns hier also schon mal keinen Gefallen.


Woran liegt das? Schließlich wollen wir doch etwas ändern, wollen uns weiterentwickeln, oder?


"Am Baum der guten Vorsätze gibt es viele Blüten, aber wenig Früchte." (Konfuzius)

Wie wäre es, wenn wir uns statt Vorsätze Ziele setzen würden? Jetzt denkst du vielleicht: “Was soll das denn bringen? Das ist doch nur ein anderes Wort?” Doch tatsächlich steckt nicht nur ein anderer Begriff dahinter, sondern auch eine ganz andere Vorgehensweise und Dynamik.


Vorsätze sind meist:

  • ziemlich allgemein gehalten,

  • nicht besonders aussagekräftig

  • und auch nicht persönlich.

Dadurch sind sie uns meist auch nicht so wichtig, wir haben keinen Bezug zu ihnen, was dazu führt, dass wir letztendlich “schwach” werden.


Ziele hingegen sind, wenn man sie korrekt formuliert:

  • sehr individuell und persönlich,

  • terminiert,

  • helfen uns fokussiert an etwas zu arbeiten und

  • benötigen klare Maßnahmen oder Strategien, um sie zu erreichen.

Ziele sind auch so wichtig, da sie dich dabei unterstützen und sie dich vom Träumen und Visionieren ins Handeln kommen lassen.


Wie schaffst du es nun also, Ziele "richtig" zu setzen?


Zu einem solltest du wissen, warum du dieses Ziel überhaupt erreichen möchtest. Ist es wirklich dein Ziel, oder wird dieses Ziel von Außen beeinflusst? Oft rennen wir auch Zielen hinterher, die gar nichts mit uns zu tun haben, ähnlich also wie bei den Vorsätzen. Frage dich also einmal ehrlich, ob das bei dir auch der Fall sein könnte.


Beim Setzen der Ziele kannst du dir also überlegen, WARUM du dieses Ziel erreichen möchtest. Vielleicht dient es ja deiner persönlichen Vision und ist davon ein wichtiges Stück auf dem Weg der Erfüllung. Oder das Ziel steht in einer anderen wichtigen Verbindung zu deiner Weiterentwicklung. Nimm dir hierfür ruhig auch einen Moment Zeit, um in dich hineinzuhören. Desto klarer du dich mit dem Warum hinter der Zielsetzung in Verbindung setzt, desto einfacher wird es sein, später auch dran zu bleiben und sich von vermeintlichen Rückschritten nicht entmutigen zu lassen. Durch das “Warum” entsteht ein eigener Antrieb. Wenn wir uns bewusst machen, warum wir etwas erreichen möchten, entsteht eine ganz andere Kraft. Wenn du damit startest zu hinterfragen, mit welcher Motivation du etwas ändern oder erreichen möchtest, kannst du im nächsten Schritt auch Prioritäten setzen und für dich irrelevante Ziele streichen.


Eine weitere wertvolle Stütze ist es, sich eine Intention zu setzen. Das kann sein: Geduld, Achtsamkeit, (Selbst-) Liebe, Leichtigkeit, Freude, Spaß, etc. Überlege dir, wie du deine Ziele erreichen möchtest. In Momenten, in denen es dann mal nicht so gut läuft, kannst du dir diese Intention hervorrufen und dir ins Gedächtnis rufen, welche Intention du praktizieren wolltest. Sie wird dir helfen, ruhig zu bleiben und den Fokus neu auszurichten. Zugegebenermaßen wird dieser Schritt wahrscheinlich etwas Übung benötigen.


Ein Ziel zu haben ist schon mal eine gute Sache. Doch allein das Wissen darüber, was du erreichen möchtest, ist nur die halbe Miete. Um ins Handeln zu kommen, ist es wichtig dir zu überlegen, welche Maßnahmen du ergreifen müsstest, um dein Ziel zu erreichen. Hierbei gilt: Viele Wege führen nach Rom. Teste ruhig aus, kombiniere unterschiedliche Strategien und scheue dich auch nicht davor, andere Menschen um Rat zu fragen. Wenn du dir ein Ziel gesetzt hast, kannst du dir zum Beispiel auch überlegen, welche Menschen in deinem Umfeld ein ähnliches Ziel hatten und dich mit Ihnen austauschen, was sie auf dem Weg zu ihrem Ziel unternommen haben.


"Wenn man auf ein Ziel zugeht, ist es äußerst wichtig, auf den Weg zu achten. Denn der Weg lehrt uns am besten, ans Ziel zu gelangen, und er bereichert uns, während wir ihn zurücklegen." (Paulo Coelho)

Viele denken, dass es vor allem darauf ankommt, das Ziel auch zu erreichen und verbinden dies mit Erfolg. Wenn wir nur an die Zielerreichung denken, leben wir aber viel zu sehr in der Zukunft, anstatt im Hier & Jetzt. Natürlich ist es auch super, wenn man schafft, was man sich vorgenommen hat und kann sich dann durchaus auf die Schulter klopfen. Dennoch solltest du auch bedenken, dass bereits der Weg zu Erreichung des Ziel unglaublich wichtig ist. Es geht auch um die Reise zu dem Ziel. Der Weg und vielleicht auch die Umwege, die du gehst, um es zu erreichen. Denn es ist dieser Weg, der dich verändert, der dich weiterentwickeln und wachsen lässt. Nimm dir also unterwegs auch immer wieder etwas Zeit um inne zu halten, durchzuatmen und auf die Etappen zu blicken, die bereits hinter dir liegen. Erkenne, was du gelernt hast, welche Leute in dein Leben getreten sind, was du über dich lernen durftest. Vielleicht merkst du auch, wie du immer besser darin wirst, deine Intention zu praktizieren.


Und solltest du unterwegs einmal feststellen, dass sich deine Zielsetzung geändert hat oder gar nicht mehr wichtig ist, dann sei nicht zu streng mit dir. Unser Leben ist dynamisch, wir sind in ständiger Wechselwirkung mit unserer Umwelt, da kann das schon mal passieren. Nimm es einfach an, blicke darauf zurück, was du für dich mitnehmen kannst und lass es los.


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